Freitag, 1. Dezember 2017

Rezension 'Die Schwester'

Titel: Die Schwester
Autor: Joy Fielding
Verlag: Goldmann
Hier gehts zum Buch

Inhalt:

Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt ... 

Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko

Rezension:

Joy Fielding ist eine hoch gelobte Autorin, deswegen habe ich mich diesmal für dieses Buch von ihr entschieden, bin dabei aber leider nicht auf meine Kosten gekommen. Der Schreibstil ist angenehm, aber die Auflösung war für mich viel zu schnell klar, wenn diesmal wenigstens zumindest ein klein wenig anders als zuerst gedacht. Allerdings war für mich von Anfang an klar, dass sie es war (weitere Ausschmückungen gibts hier nicht, denn das ganze soll weitesgehend spoilerfrei bleiben)
Auch mit den Charakteren wurde ich nicht besonders warm und hatte mehr Verständnis für Michelle, die mir oft richtig leid tat, während mich Carolines Art manchmal nervte. Lily war für mich zu perfekt und farblos, am Ende zu viele unbeantwortete Fragen - praktisch, wenn ein Charakter, der sie hätte beantworten können, schon verstorben ist.

Charaktere:

Michelle: Michelle ist die ältere Tochter von Caroline - und hat sich seit Samathas Geburt benachteiligt gefühlt. Ob sie dies auch war, wurde in dem Buch schlecht deutlich. Sie ging auf Konfrontationskurs mit Caroline und lies dabei keine Situation aus, um ihrer Mutter ein schlechtes Gewissen zu machen. Allerdings konnte ich Michelles Handlungen oft nachvollziehen und fand sie als Person gar nicht schlimm. Gerade als Lily aufkreuzt und sich nun auch noch die Großmutter von ihr abwendet, kann ich ihr gefühl nachvollziehen.

Caroline: Caroline war die Mutter der beiden. In der Kindheit bis jetzt von ihrer eigenen Mutter gehasst, ihr Bruder wurde ständig bevorzugt, wird es immer noch. Geschworen hatte sie sich, dass sie nie eines ihrer Kinder bevorzugt - bis Samantha verschwindet. Und Michelle ihr deutlich macht, dass sie genau dies getan hat.
An einigen Stellen habe ich Mitleid mit ihr, manchmal nervt sie mich aber auch unglaublich.

Cover-, Buchgestaltung:

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, uch wenn ich nicht verstehe, wie es zum Inhalt des Buches passt. Die Haptik ist sehr schön anzufassen und es macht Spaß das Buch beim Lesen in den Händen zu halten.
Die einzelnen Kapitel waren schlicht mit einzelnen Zahlen abgetrennt.

Fazit:

Gute Idee, schlecht umgesetzt. Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht. Es war zwar immer wieder ein Nervenkitzel, dass zwischen Vergangenheit und Gegenwart gesprungen wurde, und am Ende immer ein riesen Cliffhänger blieb, aber als nichts mehr aus der Vergangenheit kam, wurde es träger.
Ich gebe dem Buch 3/5 Sternen. Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches!
LG Lara

Donnerstag, 30. November 2017

Rezension - Inglourious Basterds

Inglourious Basterds
Drama, Action
Ab 16 Jahren freigegeben
154 Minuten Länge
Mit Quentin Tarantino in der Regie
Drehbuch geschrieben von Quentin Tarantino
Als Blu-Ray für 6,85€ (hier)



Die „Bastards“, ein Trupp jüdischer Soldaten, wagen sich während des zweiten Weltkrieges auf feindlichen Boden in Frankreich und machen Jagd auf Nazis. Sie planen ein Attentat auf einen Kinosaal in dem die Premiere eines weiteren Goebbels Film stattfinden soll, nichtsahnend das die Betreiberin eben dieses Kinos ihre eigenen Pläne für diesen Abend hat um den Mörder ihrer Familie, Hans Landa, auch der Judenjäger genannt, zu töten.


Quentin Tarantino ist dafür bekannt ausgefallene Filme mit einer bescheuerten Art von Humor zu erschaffen und dies ist ihm auch hier wieder gelungen. Mit perfekter Besetzung schafft er einen sehr coolen zweiten Weltkriegs Streifen, der überzeugt. Keinen Charakter kann man wirklich als gut bezeichnen, ob sie nun Nazis sind oder nicht, jeder Charakter zieht harte Sachen ab und so wirken die Charaktere, so abgedreht der Film auch ist, realistisch, auch wenn der Film eigentlich einen mangelnden Realitätsbezug hat, was aber auch gar nicht schlimm ist. Der Film soll schließlich unterhalten und keine Geschichtsstunde sein.
Wie in jedem Tarantino Film sollte man gut zuhören um ja keine Zeile zu verpassen. Jedoch gibt es hier zum Glück nicht ganz so viel Dialog wie in seinem letzten Film „The hateful 8“, bei dem man vor lauter Dialog gar nicht mehr wusste was genau passierte. Hier hat Tarantino diesmal eine sehr gute Balance zwischen Dialog, Action und Handlung gefunden.


Tarantino hatte sich für diesen Streifen wirklich viele passende und überzeugende Schauspieler ins Boot geholt. Zum einen wären da einmal Brad Pitt, in der Rolle Leutnant Aldo Raine, und Michael Fassbender als Leutnant Archie Hicox, der wieder eine absolute Glanzleistung abliefert. Wirklich überrascht im Film war ich von Til Schweiger, der den gnadenlosen Hugo Stiglitz verkörpert, zum ersten mal war ich nicht angenervt Schweiger auf der Leinwand zu sehen, hier leistet er wirklich gute Arbeit. Außerdem als deutsche Schauspieler dabei sind, der aufsteigende Stern, Daniel Brühl und der mega Schauspieler Christoph Waltz, zu dessen Meisterleistungen man nichts mehr sagen muss. Mit dabei ist auch wieder Samuel L. Jackson, jedoch nur als Off-Stimme im Hintergrund.


Ein interessanter und guter Tarantino.


4,5 von 5 Sternen


~Cino



Rezension - Lord of Shadows - Die dunklen Mächte - Cassandra Clare

Lord of Shadows – Die dunklen Mächte
Von Cassandra Clare
Fantasy, Young Adult
Band 2 von 3
832 Seiten
Als Hardcover für 19,99€ (hier)


"Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt."
-Cassandra Clare, Lord of Shadows, Goldmann Verlag



Nach so langen Jahren hat Emma endlich Rache für ihre Eltern nehmen können. Endlich hatte sie den Mörder ihrer Eltern entlarvt und getötet. Und trotzdem ist sie nicht glücklich. Ihr Herz ist gebrochen, während sie eine Liebesbeziehung mit Julians Bruder Mark vortäuscht um alle in ihrem Umfeld vor dem Fluch zu retten, der ausbrechen würde, würde Emma eine Beziehung mit Julian eingehen.
Aber nicht nur Emma ist unglücklich. Der neu entdeckte Herondale Kit, will sich mit seinem Schattenjäger-Dasein nicht zufrieden geben. Weiterhin plant er wie er verschwinden kann und was er danach machen will, sobald er den Schattenjägern erstmal entkommen ist. Doch niemand lässt zu das er verschwindet.
Unterdessen braut sich Böses zusammen und die Schattenjäger haben in Zukunft an mehreren Fronten zu kämpfen und dazu auch noch mit ihren eigenen Gefühlen.


Dieses Mal haben unsere Protagonisten nicht nur gegen einen Antagonisten zu kämpfen, sondern sie haben gleich mehrere gegen die sie sich behaupten müssen, wenn sie verhindern wollen, dass sich die gesamte Schattenjägergemeinschaft für immer ändert.
In diesem Band wird von sehr vielen Charakteren erzählt und man bekommt auch endlich die Gelegenheit Personen, die bisher nur wenig aufgetaucht sind, näher kennen zulernen. Zum Beispiel stehen nun Livvy, Ty und Dru, aber auch Gwyn und Diana viel mehr im Vordergrund als im vorherigen Band. Es wird auch sehr häufig die Sicht gewechselt, wodurch man das Gefühl hatte, das Buch kommt schnell voran, bis dann ganz plötzlich das Ende kommt und einem den Boden unter den Füßen wegreißt. Es passieren im letzten Kapitel sehr viel und sehr schockierende Dinge, so dass ich absolut keine Ahnung habe wie es nun weiter gehen soll. Cassie beschert uns wieder einen ordentlichen Cliffhanger und ich kann den nächsten Band kaum erwarten.
Und trotzdem hat irgendetwas gefehlt im Buch. Ich hatte den Eindruck, dass es zu schnell voran kam und zu schnell die Sichten gewechselt wurden. Eigentlich bin ich es auch gewohnt bei Cassandra Clare sehr lange Kapitel und weniger häufig wechselnde Sichten zu haben, dass machte das Buch zeitweilig etwas befremdlich für mich.


Ich habe gelacht und geweint.


4,5 von 5 Sternen


~Cino



Donnerstag, 23. November 2017

Rezension 'City of Bones'

Inhalt:

Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten findet, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen! 

Meine Meinung:

Der Einstieg fiel mir super leicht. Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen in der Geschichte drin und konnte mich auch sofort mit den Charakteren erwärmen. Generell wurde der Anfang ziemlich stürmisch gestaltet, was mir gut gefiel, da es gleich mit einer Dämonenjagd und dem Aufeinandertreffen von Clary und Jace beginnt und man so förmlich ins kalte Wasser geschmissen wird.

Ich persönlich liebe den Schreibstil von Cassandra Clare. Sie schreibt einfach wunderbar und man kann sehr schnell und vor allem auch sehr flüssig lesen. Die Art ihres Stils, gepaart mit einer tollen Ausdrucksweise, durch die die Emotionen ziemlich gut vermittelt werden, und einer kleinen großen Portion Humor, machten diesen Schreibstil (fast) rundum perfekt. Manchmal musste ich laut auflachen, da Jaces' oder Clary's Antworten einfach so witzig waren!

Spannung war meiner Meinung nach ständig vorhanden ebenso wie ein durchgehender roter Faden, und man hatte so immer einen Grund weiterlesen zu wollen. Vor allem am Ende gibt es einige ziemlich unvorhersehbare Ereignisse, die es beinah unmöglich machten, das Buch aus der Hand zu legen beziehungsweise die Geschichte aus seinem Kopf zu bekommen.

Die Charaktere mochte ich super gern. Sie waren mir allesamt sympathisch und ich konnte sie ziemlich gut nachvollziehen. Man lernt sie im Laufe der Handlung sehr gut kennen und meiner Meinung nach machen einige Figuren eine interessante Wandlung durch.

So zum Beispiel unsere Hauptfigur Clarissa Fray, die von allen nur Clary genannt wird.
Clary ist eine sehr selbstbewusste Person, die immer eine bissige Antwort parat hat, womit sie mich ab und an zum Schmunzeln gebracht hat. Dennoch hat sie eine neugierige und vor allem mutige Seite, die mich auch mal zum Nachdenken gebracht hat.

Die zweite Figur, die ich euch vorstellen möchte, der Waise ist Jace. Er ist seit er Denken kann Schattenjäger. Der Beste seines Alters. Die einzige Aufgabe, die er in seinem Leben sieht, ist die des Dämonentötens und des gut aussehens.–Bis Clary auftaucht. In ihr sieht er eine neue Herausforderung, die er vor den Gefahren der Dämonenwelt schützen muss.
Jace war mir auf anhieb sympathisch. Man lernt ihn von Seite zu Seite besser kennen und bekommt einen Einblick hinter die arrogante Fassade.
Mit seiner etwas verkorksten Art konnte mich Jace vollkommen in seinen Bann ziehen. Ich freue mich schon auf die folgenden Bände, in denen ich hoffentlich noch mehr Seiten von ihm kennenlernen werde!

Das neue Cover finde ich ganz interessant, schön gemacht und vor allem passend zur Geschichte gewählt. Sehr gut fand ich, dass es nun die englischen Cover sind, der Buchrücken sieht ebenfalls sehr schön aus. Alle Bücher zusammen werden wunderbar im Regal aussehen.
Der Titel gefällt mir auch sehr gut und eignet sich gut, um der Geschichte einen Namen zu geben.

Fazit:

Cassandra Clare schafft mit City of Bones - Chroniken der Unterwelt eine wunderbare Geschichte mit Charakteren, die sehr menschlich und gut nachvollziehbar sind, und in die man einfach völlig eintauchen kann zu schaffen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Auch die Spannung kam nicht zu kurz und so wollte man, sei es wegen unerwarteten Wendungen oder einfach nur wegen der momentanen Stimmung, stets weiterlesen!
Für mich war City of Bones ein wahrer Glückstreffer und ich empfehleeuch dieses Buch wärmstens. Von mir bekommt es ebenfalls 5/5 Sterne!
Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches!
LG Lara

Mittwoch, 8. November 2017

Rezension "Amani - Verräterin des Throns"

Titel: Amani - Verräterin des Throns
Autor: Alwyn Hamilton
Verlag: cbt
Preis: 16,99€
Hier gehts zum Buch

Inhalt:

Cover: Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut. Diesen Glitzerstreifen verbindet man im Laufe der Geschichte schon mit Sand, und ich finde, das bringt einem die Geschichte sehr viel näher.
Die Auffassung bei den Kapiteln hat mir auch sehr gefallen, zudem hat es am Rand ein schönes Muster ergeben. So konnte man außerdem sehen, wann ein neues Kapitel anfängt und muss nicht immer vorblättern und schauen. Ich persönlich mache das öfter und fand die 'Markierung' am Buchschnitt sehr hilfreich.

Charaktere:
Amani: Amani war für mich am Anfang ein sehr selbstständiger Mensch, ihre Eltern sind früh gestorben, sodass sie bei ihrem Onkel und seiner Frau leben musste. Außerdem hat sie ja vorher schon viel durchgenacht, welches man im ersten Teil lesen kann. Sie hat sich allerdings eher alleine durchgeschlagen und war sehr eigenständig. Trotzdem hat mir ihr Charakter sehr gefallen.

Jin: Jin war am Anfang sehr undurchschaubar, zumindest für mich. Nach der Zeit ist er mir allerdings auch sympathisch geworden, und ich habe angefangen ihn zu mögen.

Sonstiges: Irgendwie konnte ich dem ganzen Buch nicht ganz folgen, zwischendurch habe ich oft den Faden verloren. Außerdem fande ich es wie den ersten Teil sehr langatmig. Beim ersten Teil habe ich mich auch schon ein wenig durchgekämpft, nun hatte ich gehofft dass mir dieses Buch leichter fallen würde, was es aber getan hat. Schade um die Charaktere aber teilweise hatte ich auch einfach keine Lust mehr weiterzulesen und konnte mich so überhaupt nicht in die Story reinversetzen.
Deshalb gebe ich dem Buch nur 2/5 Sternen, auch wenn mir die Charakter und das Cocer sehr gefallen haben, sie konnten die Geschichte nicht richtig retten.
Viele Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches!
LG Lara

Samstag, 4. November 2017

Rezension "ES"

Perfekt zum neuen Kinostart kam auch das Buch heraus - und wartete nicht lange darauf, gelesen zu werden. Das Buch lässt mit seiner Dicke erstmal jeden zögern- es ist und bleibt ein Schinken von mehr als tausend Seiten. Doch es lohnt sich, es anzufangen. Die ersten Seiten, in denen es vor allem um Bill geht, der Protagonist, der durch den Verlust seines Bruders Georgie das erste Mal auf Es stößt und damit mehrere Dinge ins Rollen bringt.
Das Buch liest sich wirklich super schnell und selbst für mich als Fantasy-Romance-Fan war es angenehm zu lesen. Stephen King greift - um erstmal auf den Inhalt einzugehen- Thematiken der Kindheit auf. So ist da der Club der Verlierer, die alle mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen haben, die heute durchaus noch aktuell sind, wenn auch ein wenig abgewandelt.
Bill, dessen Bruder Georgie Es´erstes Opfer war, muss mit dessen Tod kämpfen und er stottert, was ihm das Leben nicht gerade leichter macht. Auch Ben, der korpulentere Bücherwurm in der Gruppe der sieben Kinder, wird von Jungen aus der Schule gehänselt- er hegt eine große Angst vor Henry Bowers, ein gewalttätiger Junge, der eine der Ängste aus "Es" verkörpert. Allgemein hat jeder der sieben Kinder irgendeinen Grund, weshalb sie zu Außenseitern werden.
Und als Bill und Eddie eines Tages einen Damm in den Barrens bauen, begegnen sie Ben. Die Barrens spielen eine zentrale Rolle der Kinder. Sie ist ihr Rückzugsort- ihr Ort, wo niemand sie schlägt, wo niemand sie hänselt, wo niemand etwas von ihnen verlangt, wo sie einfach sie seien können.
Während die Geschichte voranschreitet, gibt es immer wieder zwischendurch ein paar Zwischenspiele, wo die Geschichte dreißig Jahre später spielt, und die nun Erwachsenen sich wieder mit Es beschäftigen, das Darry wieder unsicher macht.
Es.
Es, der Clown Pennywise, der die Kinder neben ihren Alltagsproblemen auch noch terrorisiert, indem er sich plötzlich in Bilder bewegt, indem er Ballons gegen den Wind fliegen lässt... hinterlässt nicht nur bei den Kindern einen Schrecken, sondern auch bei dem Leser. Beim Schreiben dieser Rezension bekam ich schon bei dem Gedanken an die vielen Szenen, in denen Es aufgetaucht war, Gänsehaut.
Es macht die ganze Geschichte sehr, sehr gruselig und gibt dem Leser den Rest, völlig in der Geschichte zu verfallen und von dem Geschehen gefesselt zu werden. Man traut sich gar nicht mehr, abends in dem Buch zu lesen, aus Angst, dass plötzlich um die Ecke knallrote Luftballons geflogen kommen...
Während die Geschichte sich hauptsächlich auf die Kindheit der sieben Kinder stützt, müssen jene auch siebenundzwanzig noch einmal gegen Es kämpfen, und müssen die Schatten der Vergangenheit überwinden. Auch in dieser Zeit gab es einige Spannungen, so ist zum Beispiel Stan ganz am Anfang verstorben, und die Freunde finden sich wieder in Derry zusammen, um Es ein weiteres Mal zu bekämpfen. Mit einigen überraschend traurigen Wendungen...

Das Buch ist und bleibt ein riesiger Brocken, auch wenn sich die Seiten relativ schnell lesen, schreckt es einen doch erstmal ab. Stephen King hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der den Leser auch mal nachdenken lässt und nicht alles nur runterrattert. Nichtsdestotrotz füllt der Autor auch viele Szenen mit gefühlten unendlich langen Beschreibungen. Aber ich finde, das ist Stephen King und das braucht das Buch einfach. Dadurch wirken die gruseligen Szenen viel mehr, dadurch wird man viel tiefer in die Geschichte hineingeworfen.
An einigen Stellen ist das Buch aus verschiedenen Sichten geschrieben, sodass man noch einen tieferen Eindruck in die Charaktere bekommen hat und so oft auch besser ihre Handlungsweisen nachvollziehen kann.
Letztendlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen, ich habe es weggelesen wie nichts. Es hatte seine Längen, hatte aber auch unerwartete Höhepunkte.
Wer Lust auf Horror hat, sollte auf jeden Fall zu Es greifen. Das Buch fast immer noch aktuelle Themen auf, und Stephen King schreibt über die Angst an sich- gemischt mit einer großen Portion Horror.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Rezension - Eragon - Der Auftrag des Ältesten - Hörbuch

Eragon – Der Auftrag des Ältesten
Christopher Paolini
Gelesen von Andreas Fröhlich
Fantasy, Abenteuer
Band 2 von 4
27 Stunden
Für 11,95 € (hier)



Das Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Das Abenteuer geht weiter. Die Schlacht in Farthen Dûr kostete unzählige Leben und letztlich auch dem König der Varden, Ajihad. Nun nimmt seine Tochter Nasuada das Ruder in die Hand und führt nun ihr Volk an, während Eragon sich auf den Weg zu den Elfen in Du Weldenvarden. Dort setzt er seine Ausbildung fort und folgt seinem Schicksal um eines Tages Galbatorix zu bezwingen. Nichtsahnend was in seiner Heimat Carvahall vor sich geht erlernt Eragon weiter die Magie und das Volk der Elfen kennen, wobei seine Liebe zu der Elfe Arya immer ernster wird. Und auch für seinen zurückgelassenen Cousin Roran wird es ernster. Während der Jagd entdeckte eine Gruppe Soldaten gefolgt von Ra'zac die ihr Dorf unruhig machen und die Heuspeicher niederbrennen. Roran fürchtet um seine Heimat und um sein junges Glück mit Katrina und beschließt die Sache selbst in die Hand zunehmen.

Der Band fängt sehr spannend an und behält seine Spannung bis ganz zum Schluss. Besonders gut fand ich, dass man die Magie quasi mit Eragon gemeinsam erlernt hat und viele neue Dinge erfahren hat. Sein gesamter Lernprozess und das Leben der Elfen ist alles sehr interessant und ich konnte fast nicht mehr aufhören zuzuhören. Andreas Fröhlich ist wieder mal perfekt für das Hörspiel und gehört für mich zu der Geschichte genau so wie Brom dazugehörte. Es fühlt sich an als würde man der gesamten Geschichte lauschen, wie Ergaon einst Broms Geschichten lauschte.
Auch die Stellen über Roran waren sehr spannend und man hatte endlich mal die Gelegenheit mehr über Roran zu erfahren und ihn und Katrina überhaupt kennen zulernen, denn Beide sind im ersten Band der Reihe nicht viel vorgekommen.
Insgesamt lernt man viele neue Dinge in diesem Band kennen die ihn durchweg spannend für mich gemacht haben, auch wenn viele diese Meinung nicht teilen und diesen Band eher langatmig fanden, aber so empfand ich es nicht.


Gelungener zweiter Band, der viel neues mit sich bringt.


4 von 5 Sternen


~Cino


Samstag, 28. Oktober 2017

Rezension - Das Lied von Eis und Feuer - Der Thron der sieben Königreiche - Hörbuch

Das Lied von Eis und Feuer – Der Thron der sieben Königreiche
Von George R. R. Martin
Gelesen von Reinhard Kuhnert
Fantasy
Band 3 von 10
18 Stunden 17 Minuten
Als Hörbuch für 24,99€ (hier)




Die Starks verarbeiten noch immer den Tod ihres Vaters als im Reich ein Bürgerkrieg ausbricht. Der junge Robb kämpft nun nicht mehr um den Respekt seiner Untertanen als neuer Lord von Winterfell sondern steigt in den Bürgerkrieg mit ein und will seine Schwestern aus Kings Landing retten. Während Robb seine Leute im Norden sammelt, sitzen die beiden jüngsten Stark, Bran und Rickon, alleine auf Winterfell. Bran muss viele Lords und Mündel begrüßen, was ihn mehr stört als wirklich eine Freude macht, bis die beiden Kinder von Howland Reed auftauchen und Bran von Jojens Grünseher Fähigkeiten erfährt. Unterdessen bekriegen sich auch die Brüder des verstorbenen Königs, Stannis und Renly. Beide sehen sich als rechtmäßigen Thronerben, denn für sie ist klar das Joffrey ein Bastardsohn von der Königin, Cersei, und ihrem Zwillingsbruder Jaime ist. Doch die Krone weicht weiterhin den Vorwürfen aus und suchen weiterhin nach Arya Stark, die mit ein paar Leuten losgezogen ist zur Mauer, doch sie ist nicht die Einzige in der Gruppe die sich vor den Soldaten der Krone fürchtet, auch der junge Schmied Gendry, flüchtet vor der Krone auch wenn er gar nicht weiß warum.



Spannend und fesselnd geht es in die dritte Runde mit Der Thron der sieben Königreiche. Die Geschichte verstrickt sich immer weiter und spielt gekonnt mit einem. Es kommen immer mehr Charaktere hinzu, was es manchmal schwer macht der Geschichte ganz zu folgen, da ja nach jedem Kapitel die Sichtweise gewechselt wird und die Geschichte mit einem anderen Charaktere weiter erzählt wird. Was dazu führt das einige Tode im Buch mir absolut gar nichts bedeutete haben, weil sich die Charaktere in dieser kurzen Zeit nicht in mein Gedächtnis brennen konnten. Zeitweise wirkte die Story jetzt doch ganz schön langatmig und ich erwischte mich dabei wie ich jedes mal wenn ein Kapitel mit Arya anfängt die Augen verdrehte habe, obwohl ich eigentlich ein großer Fan von Arya bin, zumindest was die Serie angeht und auch sonst immer ihre Szenen mit Gendry mochte, doch das Buch hat mir ein wenig den Geschmack daran verdorben. Doch das Tat nicht den Spaß und die Faszination ab, die ich weiterhin für die Reihe empfinde.


Die Story strickt sich immer mehr zu einem komplizierten Gestrick zusammen, dass einen absolut fesselt und fasziniert.


4 von 5 Sternen


~Cino



Mittwoch, 25. Oktober 2017

Buchempfehlung: Love Letters to the dead


Hallo :)

Heute habe ich eine Buchempfehlung für euch, in der ich euch das Buch Love letters to the dead ans Herz legen möchte.

Allgemeines:
Titel: Love Letters to the dead
Autorin: Ava Dellaira
Verlag: cbt Verlag
Seitenanzahl: 416
Preis: 17,99€







Inhaltsangabe:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


Meine Meinung:
Das Cover von Love letters to the dead hat mich sofort angesprochen, da die Farbgestaltung stimmig ist und ich sofort einen Drang danach verspürte, es zu lesen.

In dem Buch schreibt die Protagonistin Laurel Briefe an tote Persönlichkeiten. Zunächst tut sie dies als Schulaufgabe, jedoch hört sie nicht auf und vermittelt dem Leser alles was sie erlebt und dabei fühlt innerhalb dieser Briefe.
Ich fand diese Art der Erzählform sehr gelungen, da ich mich so sehr gut mit ihr identifizieren konnte und das Gefühl hatte sie kennenzulernen.
Auch wie sie mit dem Verlust ihrer Schwester umgegangen ist und all ihre Probleme gelöst hat konnte hier gut transportiert werden.
Besonders gefallen hat mir, dass in dem Buch unglaublich tolle Dinge gesagt wurden und ich mir einige Zitate markieren konnte. Am Ende dieses Blogposts werde ich ein paar dieser Zitate einfügen.

Laurel macht eine Veränderung durch und ich fand es richtig toll diese als Leser zu begleiten
Am Anfang der Geschichte ist sie noch sehr unsicher und orientiert sich stark an ihrer verstorbenen Schwester. Zum Ende hin entwickelt sie langsam ein Selbstwertgefühl, knüpft ihre eigenen Kontakte und beginnt sich von dem Leben ihrer Schwester zu lösen.

Der Schreibstil in Love letters to the dead hat zu Mays Alter gepasst, sodass ich wirklich das Gefühl hatte die Geschichte von Laurel erzählt zu bekommen. Das Buch ließ sich schnell lesen und es war angenehm ihrer Geschichte zu folgen.


Fazit:
Love Letters to the dead ist ein tolles Buch, dass die Höhen und tiefen des Lebens beschreibt.

Eine absolute Leseempfehlung, ich vergebe 5 von 5 Sternen.


Zum Schluss noch ein paar Zitate aus dem Buch:

„Manchmal ist da nur Stille nachdem man etwas gesagt hat. Oder bloß ein Echo. Wie Schreie aus unserem Inneren. Und dann fühlt man sich wirklich einsam. Aber das passiert nur, wenn man nicht richtig hinhört. Es bedeutet, dass man noch nicht bereit ist, zu hören. Denn jedes Mal, wenn wir etwas sagen, ist da eine Stimme. Eine ganze Welt, die uns antwortet“


„Manchmal sind es die kleinen Gesten, die den größten Raum einnehmen“


„Warum glaubst du, ist die Liebe das tiefste Gefühl, das Menschen empfinden? Weil sie beides zugleich ist. Solange wir lieben, fühlen wir uns beschützt und haben dabei doch trotzdem Angst“

„Ein wahrer Freundist jemand, der dich voll und ganz du selbst sein lässt. Der nichts von dir erwartet. Der dich so nimmt, wie du bist, ganz egal, was auch immer du in einem Moment gerade fühlst. Das ist es worauf es bei der wahren Liebe ankommt: den anderen sein zu lassen, was er wirklich ist.“


LG







Rezension - Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter - Hörbuch

Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter
Christopher Paolini
Gelesen von Andreas Fröhlich
Fantasy, Abenteuer
Band 1 von 4
21 Stunden 15 Minuten
Für 16,99 € (hier)



Ich habe das Hörspiel freundlicher Weise vom Bloggerportal zugeschickt bekommen.

Bauernjunge Eragon ist auf der Jagd als er einen glänzenden, blauen Stein findet. Er beabsichtigt diesen ungewöhnlichen Stein zu verkaufen, als dieser dann plötzlich Risse bekommt, aufbricht und ein kleines Drachenjunges ans Tageslicht kommt. Eragon begreift, das er von heute an ein Drachenreiter ist. Vom alten Geschichtenerzähler in seinem Dorf Carvahall hatte er immer Geschichten von den mächtigen Drachenreitern gehört, doch heute gibt es nur noch einen Drachenreiter: Der grausame Herrscher Galbatorix und genau dieser beginnt nun eine Jagd auf Eragon, der nun zum Drachenreiter geworden ist und damit zu Galbtorix' größte Bedrohung.


Spannend und fesselnd beginnt die Geschichte gleich mit dem Drachenein und wie es zu Eragon gelangte. Man ist durchgängig gepackt vom Buch und ich wollte gar nicht mehr aufhören Andreas Fröhlich zuzuhören, denn seine Stimme passt einfach perfekt zu der Welt von Eragon und zu Eragon selbst. Die gesamte Geschichte wirkt durch ihn unglaublich lebendig und nochmal viel interessanter. Ich konnte mir die Schauplätze und Charaktere fast bildlich vorstellen.
Man empfindet sofort Sympathie für die Drachendame Saphira und auch die anderen Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz. Man spürt förmlich wie Eragon mit seiner Aufgabe wächst und leidenschaftlich beginnt zu lernen – nicht nur Magie und Kampfkunst sondern auch das Lesen.
Ein Gefühl das ich jedoch nicht loswurde während des Buches war, dass ich die gesamte Geschichte schon vorher einmal erlebt habe, einige Stellen oder Charaktere kamen einem schon arg bekannt vor und wirkten nicht originell.



Ein perferktes Buch für junge Fantasy Fans.


4 von 5 Sternen


~Cino